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Berühmte Glücksspieler

Gwin - Glück
  • Teil 6

Dr. Pierre Basieux

Für Spielbankbetreiber ist er die maximale Bedrohung: Doktor Pierre Basieux. Innerhalb von Sekunden berechnet der Belgier den wahrscheinlichen Einfallsbereich der Roulettekugel. Schon mit 21 Jahren gewinnt er 70.000 Mark. Um sein System zu verbessern, studiert er Mathematik und Physik. Im heimischen Roulettelabor berechnet er die Prinzipien der sich im Raum bewegenden Kugel.

Mithilfe von Zeitlupenstudien und Stroboskopbildern analysiert Basieux den Weg der Kugel, ihre Beschleunigungen und Kollisionen, legt Profile bestimmter Croupiers an. 1983 gewinnt er in Bad Wiessee 185.000 Mark. Wenig später wird er in Deutschland, Österreich und den Niederlanden für fünf Jahre gesperrt.

Sein Fazit: Es gibt kein gutes mathematisches Gewinnsystem - aber unter bestimmten Bedingungen ein ballistisch-physikalisches. Dr. Basieux schrieb mehrere Bücher über das Thema Roulette.

Quelle: GEO WISSEN Nr. 47 Glück
  • Teil 5

Thomas Garcia

Der "Mann ohne Nerven" war ein berühmter Spieler des 19. Jahrhunderts. Mit 23 Jahren kam Thomas Garcia als Vertreter einer Korkfabrik aus Barcelona nach Paris. Schon sein erster Casino-Gewinn an der Seine machte ihn steinreich. Er besuchte die Spielbanken vieler Länder und gewann märchenhafte Summen.

Sein System war einfach: Garcia setzte meist auf kleine Chancen, aber mit Maximum. Am meisten erstaunte seine unerhörte Ruhe. "Dick, mit aufgedunsenem, ausdruckslosem Gesicht saß er am Spieltisch. Er trug den Knebelbart à la Napoleon III., die Finger voller kostbarer Ringe..." Spielsäle betrat er nur in Begleitung zahlreicher Freunde und Schmarotzer.

Im Alter war Garcia arm wie eine Kirchenmaus. In der Spielbank von Wiesbaden ließ ihm eine Ex-Flamme, die er einst mit Schmuck behängt hatte, ein Almosen überreichen.

Quelle: casinospielgel.net
  • Teil 4

Paganini

Der hochbezahlte Geigenvirtuose Niccolo Paganini war auch leidenschaftlicher Liebhaber und Spieler. 1831 spielte er in Casinos von Paris. 1837 gründete er in Paris die Spielbank Casino Paganini. Im gleichen Jahr wurden in Frankreich alle öffentlichen Glücksspiele verboten.

Nun verlangten die Casinogesellschafter von Paganini die Erfüllung des Vertrages. Der Geiger hatte sich verpflichtet, persönlich an den Casino-Konzerten mitzuwirken. Paganini wehrte sich vergeblich: Ein Gericht verdonnerte ihn dazu, mindestens zweimal wöchentlich aufzutreten - als Primas-Geiger im Vergnügungs-Etablissement! Andernfalls drohten ihm hohe Konventionalstrafen.

Paganini verlor auch die Revision, musste 50.000 Franc Schadenersatz zahlen und die Pfändung seiner Geigensammlung mit sechs Stradivaris hinnehmen.

Quelle: casinospielgel.net
  • Teil 3

Charles Lucien Bonaparte

Der Bruder Napoleon I. hieß Lucien Bonaparte. Dessen Sohn Prinz Charles Lucien war leidenschaftlicher Spieler. 1852 machte er das Casino von Bad Homburg zu seinem Schlachtfeld. "Stiernackig, mit flackernden Augen, einen Haufen Goldmünzen vor sich, mit breit aufgestützten Armen, so saß er am Spieltisch." In drei Tagen gewann er 180.000 Franken. Die Bank ging vorübergehend pleite. Wenige Tage später erschien er erneut. Bis 10 Uhr abends spielte Bonaparte nur Verluste ein. Plötzlich hatte er eine Glückssträhne und gewann 560.000 Franken. Die Casinobetreiber waren verzweifelt. Doch Francois Blanc, der Besitzer der Bank, stellte 1.200.000 Franken zur Verfügung. Am gleichen Tag reiste Bonaparte ab. Die Direktoren und Aktionäre atmeten auf. Geschickt machte Blanc Bonapartes Glück öffentlich bekannt. Mit Folgen: Bad Homburg wurde zum Treffpunkt der großen Pariser Gesellschaft.

Quelle: casinospielgel.net
  • Teil 2

Wyatt Earp

Der berühmte Marshal und Revolverheld Wyatt Earp genoss auch einen legendären Ruf als Karten- und Würfelspieler. Während Erzählungen über seine Heldentaten mit Vorsicht zu genießen sind, soll er als Spieler ein wahres Top-Talent gewesen sein. Als Teilhaber am Oriental Saloon and Gambling House in Tombstone zeigte Earp die ganze Größe seines einnehmenden Wesens. Im Vergleich dazu machte sein Einkommen als Marshal nur einen Bruchteil aus. Wie man munkelt, hatte der Vertreter des Gesetzes keine weiße Weste. Vielmehr stand er im Verdacht, sich an Postkutschenüberfällen zu beteiligen. Am 15. März 1881 soll sein Partner Doc Holliday dabei einen Kutscher ermordet haben. Geschickt lenkte Earp den Verdacht auf die Clanton-Brüder. Darauf kam es am 26. Oktober 1881 zwischen beiden Parteien zu der berühmten Schießerei am OK Corral.

Quelle: casinospielgel.net, wilder-westen-web.de
  • Teil 1

Giacomo Jacopo Casanova de Seingalt

Unsere neue Serie dreht sich um berühmte Glücksspieler. Einer davon war der berühmte Liebhaber und Abenteurer Casanova. Als er einmal sein ganzes Bargeld verspielt hatte, bat er eine Dame um Hilfe. In seinen Memoiren schrieb der Schwerenöter: "Auf ihre Bitte hin verkaufte ich all ihre Diamanten und verlor den gesamten Erlös." Mehr Erfolg hatte er 1757 als Direktor der staatlichen Lotterie in Paris. Ein französischer Adliger hatte König Ludwig XV. um 20 Millionen Francs für eine Militärschule gebeten. Der König wollte ihm den Wunsch erfüllen, ohne auf Staatsfinanzen zurückzugreifen oder Steuern zu erhöhen. Casanova erfuhr davon und schlug vor, das Geld über eine Lotterie zu beschaffen. Schon am ersten Spieltag nahm "seine" Lotterie in ganz Frankreich 2 Millionen Francs ein. Nicht schlecht für den Anfang!

Quelle: casinospielgel.net